Produktgruppen sind Zusammenfassungen mehrerer Produkte zu einer gemeinsamen Einheit. Über ihre Erstellung hinaus ist es vor allem wichtig zu verstehen, dass sie zwei ganz unterschiedliche Funktionen erfüllen, die nicht denselben Zweck haben.

Erste Funktion: Ereignisse/Leistungen im Einsatzplan erstellen

Der erste Nutzen einer Produktgruppe besteht darin, ein Ereignis (oder eine Leistung) zu bilden, das im Einsatzplan erscheint. Ein und dasselbe Ereignis kann nämlich mehrere Produkte vereinen: zum Beispiel ein Produkt für Einzelkunden und ein anderes für Gruppen, die gemeinsam gesteuert werden. Sobald eine Reservierung auf eines dieser Produkte fällt, wird das Ereignis im Kalender angezeigt, wo Bestellungen, die Anwesenheitsliste, das Öffnen/Schließen der Produkte, die Ressourcenzuweisung und die Dokumente verwaltet werden können. Dieser Aspekt wird im Artikel zum Einsatzplan ausführlich behandelt.

Zweite Funktion: Verteilung eines „Dachprodukts“ über die API an Vertriebspartner

Die zweite Funktion betrifft den Vertrieb. Manche Vertriebspartner erhalten gerne ein „Dachprodukt“, das mehrere Unterprodukte zusammenfasst, um sie auf einer einzigen Buchungsseite darzustellen. Wenn Sie Ihre Produkte nicht unter einer Produktgruppe zusammenfassen, erstellen diese Vertriebspartner ebenso viele Seiten wie übermittelte Produkte, was das Angebot zersplittert und die Übersichtlichkeit beeinträchtigt.

Nehmen wir ein Beispiel. Stellen wir uns einen Bungee-Jumping-Anbieter vor, der auf derselben Brücke mehrere Varianten anbietet: Einzelsprung, Einzelsprung mit Video, Doppelsprung und Tandemsprung. Ohne Zusammenfassung zeigt der Vertriebspartner vier separate Seiten an. Durch die Erstellung einer Produktgruppe, die diese vier Varianten vereint, und deren Übermittlung an den Vertriebspartner kann dieser alle Varianten auf einer einzigen Buchungsseite anzeigen. Der Kunde sieht dann ein einheitliches, klares Angebot mit der Wahl der Variante zum Zeitpunkt der Buchung.

Dieser Ansatz funktioniert bei manchen Vertriebspartnern, aber nicht bei allen. Plattformen wie Funbooker oder Cap Adrénaline mögen dieses Dachprodukt-Prinzip. Andere OTAs hingegen akzeptieren es überhaupt nicht: Das ist zum Beispiel bei GetYourGuide und Viator der Fall, die einzeln übermittelte Produkte erwarten. Es ist daher immer wichtig, den Vertriebspartner nach seiner Präferenz zu fragen, bevor Sie die Verteilung konfigurieren.

Wo dies konfiguriert wird: die OTA-Verbindungen

Der Vertrieb wird unter Channel manager › OTA-Verbindungen gesteuert. Die Seite listet alle Ihre verbundenen Vertriebspartner (Bokun, Ceetiz, Civitatis, GetYourGuide, Klook, Musement, Viator usw.) mit der Anzahl der jeweils übermittelten Produkte auf.

Beim Öffnen einer Verbindung finden Sie zwei ergänzende Verteilungsreiter. Der Reiter Produkt-Mapping ermöglicht es, einzelne Produkte zu übermitteln: Eine Spalte listet die verfügbaren Tourbiz-Produkte auf, eine andere die bereits im Feed des Vertriebspartners vorhandenen, die zum Hinzufügen angekreuzt werden. Der Reiter Produktgruppen-Mapping folgt genau derselben Logik, jedoch für Ihre Gruppen: Dort kreuzen Sie die Produktgruppen an, die Sie an den Vertriebspartner senden möchten. Hier zeigt sich also konkret die Wahl zwischen der Übermittlung von Einzelprodukten oder einem Dachprodukt, je nachdem, was jeder Vertriebspartner akzeptiert und bevorzugt.